Lebensmotto »Es gibt das eine nicht ohne das andere« – Tomas de Niero im EmoTalk

EmoTalk Lebensmotto Tomas de Niero und Carmen Uth

Mein heutiger EmoTalk® Gast
Tomas de Niero

* 1958 | Musikproduzent, Texter, Komponist & Buchautor | verheiratet, drei Kinder

  • Flucht Checkpoint Charlie von Ost nach West
  • zahlreiche lebensbedrohliche OPs
  • 2 Nierentransplantationen
  • 20 Narben
  • 20.000 Tabletten in 4 Jahren… 

… und obwohl man Tomas de Niero in jungen Jahren bescheinigt hatte, dass er durch Morbus Crohn nicht die 30 schaffen würde, ist er inzwischen 63 Jahre.

In diesem EmoTalk® spricht der TV bekannte Buchautor – der in den vergangenen Jahrzehnten unter anderem als Texter, Komponist und Produzent von Schlagern seinen Lebensunterhalt verdiente und jetzt auf Mallorca lebt – über sein Buch „Nur eine kleine OP“.

Dabei macht er als Überlebenskämpfer Mut, an seiner inneren Einstellung zu arbeiten und auch dann noch weiter zu machen, wenn man sich kraftlos fragt: „Schaffe ich das nochmal?“

Mit seinem Lebensmotto „Es gibt das eine nicht ohne das andere“ enthüllt er tiefgreifende Erkenntnisse und Lebensweisheiten …

Tomas de Niero im Interview

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Lesen Sie hier das ganze EmoTalk® Interview mit Tomas de Niero

Tomas de Nieros Lebensmotto
»Es gibt das eine nicht ohne das andere«

Carmen Uth:

Ein herzliches Hallo und da bin ich wieder, Carmen Uth, Ihre Emotions.Expertin. Heute bei mir im EmoTalk® Tomas de Niero. Und wir beide begrüßen natürlich auch von Herzen unsere Zuschauer:innen und Zuhörer:innen.

Und ich bin jetzt schon mächtig gespannt, lieber Tomas, von Dir zu hören, was du so in deinem Leben alles bewegt hast.

Du hast ja gerade auch ein neues Buch herausgegeben, hat einen sehr, sehr spannenden Namen. Vielleicht erzählst du mal ein bisschen, ganz kurz zusammengefasst aus deinem Leben, was dich so zu dem gemacht hat, der du heute bist.

Tomas de Niero:

Erstmal Hallo, liebe Carmen. Schönen Dank für die Einladung.

Ja, was hat mich zu dem gemacht, was ich bin? Eine große Rolle spielen Krankheiten. Deswegen handelt dieses Buch „Nur eine kleine Operation“ von meinem Krankheitsverlauf der letzten fünf Jahre, geht auch ein bisschen zurück an die Anfänge. Aber im Grunde genommen geht es um die letzten vier Jahre, in denen ich sehr, sehr viele Operationen hinter mich bringen musste.

Wenn ich´s kurz mal erklären kann: Erstens denken ja viele bei dem Namen: „Wieso gibt sich jemand so einen Namen“. De Niero hat mit Bob in Amerika wenig zu tun. Das geht darum, dass ich immer wieder angesprochen werden will – durch den Künstlernamen – auf diese Situation: nämlich die Nierentransplantationen.

In Deutschland ist es ja so, dass man immer noch sich selbst freiwillig melden muss, um ein Organspender zu werden. In Spanien ist jeder automatisch mit Geburt Spender und muss im Laufe seines Lebens widersprechen. Und dafür mache ich mich stark, dass in Deutschland das auch eintritt, weil es dann unglaublich viel mehr Organe geben würde und viel mehr Menschen nicht leiden müssten und gerettet werden könnten.

Das ist mein Anliegen. Deswegen habe ich mir diesen Namen 2006 in den Pass eintragen lassen, als letzten Künstlernamen in meinem Leben.

Carmen Uth:

Ja, genau, genau. Ja, das ist ja natürlich so eine Geschichte, wenn man so einen Weg hinter sich bringt. Da kommt man ja in jeder Hinsicht an sehr, sehr viele Grenzen. Und ich denke mal, wenn man diese Grenzen überwunden hat, wenn man es geschafft hat und dann darauf zurückblicken kann, dann hat man ja auch jede Menge an Wissen, an Erfahrungsschätzen, die man dann mit anderen Menschen teilen kann.

Und ich glaube, auch aus eigener Erfahrung, das ist ja dann auch ein richtig tiefes Anliegen, genau das zu tun. Quasi, ja ein Geschenk zurück ans Leben – für das Lebensgeschenk, dass man selbst empfangen hat. Oder wie siehst du das?

Tomas de Niero:

Ja, das ist richtig, also grundsätzlich. Also, mir geht es so, dass ich sehr viele Krankheiten hinter mich bringen musste.

Ich bin ja mit 16 mit meiner Mutter im Kofferraum am Checkpoint Charlie von Ost nach West geflohen. Das war sicherlich ein einschneidendes Erlebnis. Große Anspannung – kann sich jeder vorstellen. Da ist mir ´n bisschen der Magen kaputtgegangen, dachte ich. War aber der Darm. Es hieß, man hat dann später festgestellt, ich hab Morbus Crohn.

Aus Morbus Crohn und unglaublichen Mengenaufwand an Tabletten wie Kortison sind dann die Nieren langsam eingegangen. Und das ist die Kette durch mein Leben mit den Krankheiten.

Und dann habe ich 2004 hier in Spanien eine Niere bekommen. Die hat 13 Jahre ihren Dienst versehen, bin ich sehr dankbar. Ging dann wieder ein, 2016 war wieder Dialyse notwendig und hab dann im letzten Jahr am 8.8. nochmal zweite Mal Glück gehabt und hab wieder eine Niere transplantiert bekommen.

 

Das heißt, es geht in dem Buch eigentlich gar nicht so sehr um die Krankheiten, sondern die Leute sollen mich lesend begleiten und verstehen:

Wie kommt man da überhaupt durch, durch so’n Wandel. Wie kommt man durch 20.000 Tabletten in vier Jahren? Wie kommt man durch so viele Operationen?

Ich hab 20 Narben an meinem Körper. Also Hautkrebs-Operationen, Transplantationen und anderes. Da ging es mir drum, dass ich auf das Thema nochmal aufmerksam machen kann, wie ich schon gesagt hab, dass es sich ändert in Deutschland. Und dass Leute, die sich gerade an der Stelle befinden, einfach jemanden finden, der weiß, wovon er spricht. Darum geht´s eigentlich in dem Buch.

Carmen Uth:

Genau – kann ich sehr, sehr gut nachvollziehen. Und jetzt hat ja nicht jeder die Gelegenheit, das Buch zu lesen. Aber vielleicht kannst du ja die Leser ein bisschen inspirieren. Warum lohnt es sich denn, dein Buch zu lesen, was erfahren da die Leser:innen?

Tomas de Niero:

Ja, sie begleiten mich schon durch diese ganzen katastrophalen Operationen. Aber es ist aufgelockert durch Geschichten. Durch Anfänge, wie ich zum Beispiel nach der Flucht bei einer berühmten Sängerin untergekommen bin, nicht in Aufnahmelager musste.

Also es ist keine Odyssee durch meine Krankheitsgeschichte only, sondern es ist im Grunde genommen eine Mischung aus unterhaltsamen Begleitungen. Wir begleiten mal den Kollegen und fragen uns immer wieder an jeder neuen Operationsstelle: Wie kommt man mental da durch?

Und das ist auch mein zweites Anliegen. Ich möchte helfen, dass Leute begreifen, wie wichtig es ist, wie man sich selber einstellt. Gebe ich auf, hab ich verloren, kämpfe ich, wie ich es mache schon seit Jahrzehnten, dann kann man, wie man sieht, auch älter werden.

 

 

Ich werde jetzt 63. Und man hat mir bei Morbus Crohn schon prognostiziert, dass ich nicht mal 30 werde.

Also darum geht’s auch nicht – um Mut machen einfach so in den Raum gestellt, sondern dass die Leute verstehen, aha, da hat er das gemacht, aha, da waren die Empfindungen so, ah, da hat die Familie geholfen, da waren die Ärzte entscheidend.

Und da am Ende der Straße ein Kranker immer alleine ist – egal, wie viel nette Leute drum rum sind oder Familienangehörige – ist man sehr einsam, wenn man gerade dabei ist zu kämpfen: Schaffe ich das nochmal? Will ich das nochmal? Ist es mir das ganze Wert?

Und das ist eigentlich das Buch, dass die Leute mich begleiten und sagen: Ah, so ist er da durchgekommen!

Carmen Uth:

Ja, das kann ich teilweise nachempfinden, wenn du über Einsamkeit sprichst. Also ich habe auch zehn Hirntumore überlebt. Und es gibt sicherlich auch Momente, wo man sich einsam fühlt. Was hast du getan in solchen Situationen, um genau dieses Gefühl zu überwinden?

Tomas de Niero:

Ich bin sehr fit mit mir selbst, trotz der ganzen schlechten Dinge. 

Mein Lebensmotto ist:
Es gibt das eine nicht ohne das andere.

Ich bin sehr fit mit mir selbst, trotz der ganzen schlechten Dinge. Mein Lebensmotto ist: Es gibt das eine nicht ohne das andere.

Ich will es auch nicht zu negativ klingen lassen. Ich hab auf der einen Seite viele böse Krankheiten durchleben müssen, auf der anderen Seite auch sehr, sehr viel Glück gehabt.

Also allein, dass die Flucht gelungen ist, war schon mit 16 ein großes Glück. Ich habe sehr viele Dinge in meinem Leben tun dürfen, die ich in der DDR nie hätte tun können. Ich hab die Welt gesehen. Ich hab interessante Leute getroffen, das steht auch teilweise im Buch drin, so 1, 2, 3 Anekdoten, wie zum Beispiel meine Begegnung mit Stevie Wonder.

Das sind alles Sachen, die lebensbejahend sind. Das Buch ist also, wie gesagt, auch sehr lebensbejahend, weil ich so bin.

Ich mache das mit mir selbst immer aus. Und der finstere Tag, wenn ich nicht mehr möchte, ist einfach der, wenn ich fremdgesteuert, nicht mehr selber entscheiden kann, was ich tue oder lasse. Das steht für mich fest. Ansonsten – bis dahin kämpfe ich. Und es macht ja auch Spaß. Ich lebe auch sehr gerne.

Carmen Uth:

Ja klar. Ja, das mit der Selbstbestimmung ist ein total wichtiges Thema. Also das hab ich auch für mich an oberster Stelle gesetzt. Und ja, dazu gehören dann auch so Themen, ja, wo wir vielleicht auch mal aufgreifen können, weil ich es einfach ultimativ finde – auch als gesunder Mensch.

Die meisten Menschen machen sich keine Gedanken über sowas wie `ne allgemeine Vollmacht oder über `ne Patientenverfügung, weil man einfach davon ausgeht, man ist gesund, es ist alles okay. Und das sind ja so Themen, mit denen sich Menschen, die nicht direkt damit zu tun haben, ungern auseinandersetzen.

Und ich finde das unheimlich wichtig, genau das zu tun. Und zwar aus zwei Gründen: Einmal für sich selbst, nach der Regenschirm Theorie – also, ich nehme den Regenschirm mit, auch wenn es nicht regnet. Aber wenn es dann regnet, dann bin ich geschützt, geschützt vor dem Regen.

 

 

Und genau so ist das eben auch mit der Allgemeinen Vollmacht und mit der Patientenverfügung. Da geht es also nicht darum, dass ich mir jetzt Gedanken zu machen brauche und ständig darüber nachdenken muss – mein Gott, wie lang hab ich noch zu leben oder so was, sondern es geht darum, tatsächlich für sich mal sich darüber im Klaren zu werden, wo sind meine persönlichen Grenzen?

Was möchte ich im Falle des Worst Case Szenarios und man weiß das ja nie, was passieren kann. Ein Unfall oder kippt man mal um oder es erwischt einen dann vielleicht doch irgendwie eine Krankheit.

Also es geht nicht um das Negativdenken, sondern es geht wirklich darum, vorbereitet zu sein. Und da bietet eben die Allgemeine Vollmacht und die Patientenverfügung einfach einen Schutz der eigenen Interessen. Das ist der erste Punkt.

Und der zweite Punkt für die Angehörigen, die das dann abwickeln müssen, was auch immer ist. Das ist ja eine ziemlich große Herausforderung, Menschen, die dann nicht mehr so können, wie sie wollen, zu begleiten. Dass sie wissen, jawohl, ich handle im Sinne desjenigen.

 

Also mir hat da viel auch die Zeit, die ich meine demenzkranke Mutter begleitet habe, gegeben. Und das war so befreiend, dass ich eben alles rechtzeitig eingetütet hatte.

Wenn man so einen Fall hat und man hat das nicht, hat man ja immer einen Betreuer an der Hand. Und man ist nicht frei in den Entscheidungen. Und alles, was sowieso schon schwer und kompliziert ist, macht‘s dann noch schwerer.

Und ja, wie hast du das für dich geregelt? Hattest du das alles auch – zeitnah eingetütet? Ist es wichtig für dich? Wie, wie gehst du um mit diesem Thema?

Tomas de Niero:

Das ist schon wichtig. Ist schon sehr richtig Carmen, was du sagst. Es ist auch vergleichbar mit meinem Anliegen.

Wenn zum Beispiel jemand sich nicht im Laufe seines Lebens jemals darum kümmern muss, „was ist Organspende, bin ich ein Spender, kommt das für mich in Frage?“

Und ich will betonen, ich missioniere niemanden. Ich will niemand überreden, ich will nur dafür sorgen, dass er einmal im Leben darüber nachdenken muss, wie bei einer Patientenverfügung, die du angeführt hast. Beispiel ist sehr gut. Es ist dasselbe.

Man sollte nicht warten, bis jetzt der eigene Sohn, Onkel oder irgendjemand im Bekanntenkreis davon betroffen ist und dann darüber nachdenken: „Wie ist das eigentlich für mich, wenn mir das passiert?“ Es ist aber leider so.

Und deswegen bin ich halt wie gesagt nochmal für diese Widerspruchsregelung in Deutschland, weil dann ist jeder einmal im Leben aufgerufen, darüber nachzudenken.

Über ´ne Patientenverfügung wird auch sehr, sehr viel gesprochen. Es gibt da immer Grauzonen, auch bei der Transplantation. Wo Leute Scheu haben oder sagen, das Thema interessiert mich nicht, ist zu anstrengend.

Es kommt auch auf den Charakter an eines Menschen, der da sitzt oder sich damit befassen soll.

Aber es ist eine gute Metapher, die du gesagt hast, für alles im Leben, man sollte, wenn möglich, sich sehr gut um sich selber kümmern, auch für den Fall, dass am Ende das Licht langsam ausgeht. Dann will man in Würde daliegen. Man will wissen, was mit einem passiert.

Und genau das hab ich, hab ich schon sehr lange veranlasst und meiner Frau schon deutlich hinterlassen, als Verfügung.

Carmen Uth:

Ja, also ich spreche auch mit meinen Kunden oder mit Bekannten, mit Freunden sehr gerne darüber, weil ich einfach immer wieder mitbekomme, wenn wir das Thema ansprechen: „Ja, ich weiß, müsste ich mal machen…“

Und es betrifft ja wirklich, es spielt ja keine Rolle, ob es der Familienvater ist, wo es dann die Familie ist, die dann das Problem hat oder ob es die Familienmutter ist oder ob es auch die Kinder sind.

Es ist für jeden wichtig, weil die Beziehungen sind da. Die Bindungen sind da. Und wenn dann was passiert und du überlegen musst – also meine Mutter ist an `nem Hirnschlag verstorben – und es hat etwas gedauert, sie ist dann auf natürlichem Wege auch gestorben.

Aber ich hab schon auch gedacht, du meine Güte, weil in der Zeit, wo ich noch damit mit ihr darüber reden konnte, konnte sie, sie hat sich gescheut davor, mir klar zu sagen, was sie will, wie sie es haben möchte. Und ich hab nur gedacht: Du lieber Gott, müssen wir jetzt entscheiden? Eben `ne Entscheidung treffen?

Tomas de Niero:

Ja, das ist auch, glaube ich, eine Generationsfrage. Also meine Großmutter zum Beispiel hätte viele Dinge, die wir heut besprechen, überhaupt nicht verstanden. Sie hätte niemals irgendwie, irgendein Teil eines fremden Körpers in ihren Körper gelassen. Niemals. Das ist eine Frage der Generation und der Erziehung und so weiter.

Inzwischen sind wir ein bisschen globaler, ein bisschen schneller. Und deswegen – wie gesagt, so‘n Buch oder auch diese Podcasts, die ich mache oder Fernsehsendungen, die ich besuche, sind natürlich ein gutes Forum, um darauf hinzuweisen.

Es ist ja am Ende sehr ähnlich, wenn ich darauf warte, dass ich eine Niere kriege und weiß, es gibt ein ganzes Land voll – in Deutschland, wo vielleicht 80 Prozent, 90 Prozent sich überhaupt nicht damit befassen.

Dann ist es auch so`n Solidaritätsgedanke von mir, dass ich sage, sowie `ne Herdenimmunität wichtig ist, ist auch das sozial sehr wichtig, dass Menschen über den Tellerrand mal rausgucken und sagen: „Ok, das Thema wische ich jetzt nicht so schnell zur Seite, weil es kann mich betreffen.“

 

Wir alle, Carmen, werden sterben, das wissen wir. Deswegen ist ´ne Patientenverfügung schon ´ne wichtige Sache.

Und ich werde auch sehr oft gefragt, ob ich durch die vielen Operationen Angst vorm Tod habe. Ich habe einfach ein Geschenk aus dem Kofferraum mitgenommen bei der Flucht.

Ich hab keine Angst vor dem Tod, weil mir klar war, es kann mir passieren. Das hat, also kein Verdienst, das ist kein Verdienst, sondern einfach so passiert.

Ich hab nur Angst davor, fremdgesteuert irgendwo zu liegen und hatte ja 2016 `n Schlaganfall und hab dann wirklich einen bitteren Geschmack davon bekommen, wie das ist, wenn man da so liegt und die linke Seite funktioniert nicht und so weiter.

Ich bin dann sehr gut wieder rausgekommen, muss ich dazu sagen, hatte Glück, aber es ist dann so ´ne Stelle, wo man genau über so´ne Dinge nachdenkt, wie lange gehe ich diesen Weg, wie weit will ich das überhaupt noch und wie belaste ich meine Umwelt damit, spielt auch ´ne Rolle.

Carmen Uth:

Absolut. Ich finde es auch total wichtig, mit seinen Angehörigen darüber zu sprechen und auch es zu schaffen, einen natürlichen Weg zu finden darüber zu reden, ohne dass es jetzt irgendwie dramatisch sein muss oder überschattet von Angst oder so was.

Der Tod gehört einfach zum Leben. Das ist so und mir geht es, wie dir. Also, auch ich sehe letztendlich tatsächlich den Tod auch als etwas Positives, etwas Erlösendes und Befreiendes.

Nicht, dass ich jetzt sage: Ich möchte sterben. Das Leben ist natürlich sehr, sehr schön. Aber an sich, wenn ich so sehe, wie meine Mutter gelitten hat, war das definitiv bei ihr eine Befreiung aus‘m Körpergefängnis. Ganz klar, da gibt‘s überhaupt keine Frage.

 

Und ich bin auch sehr, sehr dankbar, dass wir seit Ende 2019 die Gesetze geändert haben und es wieder möglich ist, auch Sterbehilfe zu bekommen. Das ist ja auch so ein Thema, was absolut ein Tabuthema in der Gesellschaft noch zu sein scheint.

Und ja, auch hier geht es mir wie dir. Die größte Sorge war wirklich, nicht selbstbestimmt gehen zu können, sondern an irgendwelchen Geräten zu hängen, abhängig davon zu sein.

Also es ist ja tatsächlich so: Ein gesunder Mensch legt sich hin und dreht sich zigmal, bis er dann die Position hat, wo er sich wohl fühlt und einschlafen kann. Wenn du, ich hatte auch mal so eine Art epileptischen Anfall, da legt dich jemand hin. Und so liegst du und du kannst, wenn du in der Situation bist, du kannst dich nicht äußern. Also kein Mensch kann einen so betten, so hinlegen, wie man das für sich selbst eben tut.

Und das sind einfach so Dinge, ja – wir können darüber reden, weil wir es erlebt haben. Wenn man das nicht erlebt hat, tut man sich schwer darüber Gedanken zu machen und vielleicht auch noch schwerer, Entscheidungen zu treffen.

Deshalb, also ich hab das auch so gemacht, ich hab ich mit meiner Ärztin ein wirklich langes, ausführliches Gespräch geführt, wie ich´s gerne hätte und was mir dabei wichtig ist. Und deshalb nutze ich auch immer wieder die Gelegenheit, auch über solche dunklen Themen zu sprechen.

Tomas de Niero:

Ne, das gehört dazu. Ich hatte ein Erlebnis. Mein Bruder ist zum Beispiel bei der Flucht in der DDR geblieben und hat es nicht so verkraftet, so das moralische Opfer meiner Flucht.

Ist dann mit 33 als alkoholkranker Mensch gestürzt und ich musste dann die Maschinen abstellen. Dann kam ´ne Dame rein und hat gefragt, da er nun hirntot war und nicht völlig tot, hat gefragt: „Was ist mit den Organen?“

Und in völliger Unkenntnis, dass ich das mal zweimal lebensrettend brauchen werde, habe ich gesagt: „Machen Sie, dass Sie rauskommen“, weil ich überhaupt nichts darüber wusste. Das heißt, ich hab die Schwester rausgeschmissen, weil ich in dem Moment ohne jedes Wissen einfach normal emotional reagiert habe und hab gesagt: „Schneiden wir jetzt nicht mein Bruder noch auf!“

So, heute denke ich natürlich extrem anders darüber. Aber es ist ein gutes Beispiel dafür, wie unwissend man ist, in so‘ne Situation hinein geschubst zu werden – vom Schicksal oder von wem auch sonst. Und dann ist es gut, wenn man halt gut informiert ist. Deswegen ist so´n Gespräch, wie wir es jetzt auch führen, glaube ich, sehr wichtig, auch für andere Menschen.

Carmen Uth:

Genau. Wie ist das denn für dich, wenn wir mal so durch die dunklen Phasen deines Lebens gehen? Was war dein größter Haltepunkt? Was hat Dir geholfen zu sagen: „Jawoll, ich will diesen Weg gehen. Ich stelle mich all dem, ich möchte das rocken. Ich möchte das schaffen. Ich möchte leben.“ Was war dein Drive? Was hat dich in die Zukunft gebracht?

Tomas de Niero:

Mein Drive bin ich selbst. 

Ich bin das selbst. Ich bin mental halt sehr, sehr früh erwachsen geworden durch die Flucht. Wenn du da aussteigst, dann bist du nicht mehr 16 ein halb, sondern irgendwie fehlt dir die Mondschein-Zeit mit den nächsten sieben Mädels – fehlte komplett.

Du wirst erwachsen. Du hast Verantwortung. Du stehst in einer vollkommen neuen Welt. Und das ist auch das, was ich ab da immer tue – ich mach´ das alles richtig gerne mit mir aus. Weil, selbst wenn einer es noch so lieb meint und um mich rumschwirrt, kann er nicht empfinden, wie es mir gerade geht, auch wenn ich es kommuniziere. Es ist nicht dasselbe.

Kein Mensch auf der Erde wird jemals genau wissen, was der andere empfindet.

Vielleicht nur einzelne Straßen davon. Zum Beispiel, wenn man sich verliebt und so weiter. Es gibt viele, viele Dinge, aber es wird nie allumfassend sein oder, dass man damit nicht alleine ist.

Das glaube ich fest, deswegen bin ich gewohnt, gegen mich und meine Dämonen anzukämpfen. Ich lebe halt wie ich gesagt habe, sehr gerne. Das ist ein guter Motivator.

Und ich kann schlecht aufgeben. Das ist einfach so. Es gibt Leute, die können das sehr gut, die schmeißen schnell in die Ecke und sagen gut, machen wir morgen. Ich kann das nicht. Wenn ich was etwas anfange, bin ich sehr ungeduldig und will es auch zu Ende bringen. Das gilt für mich persönlich auch. Ich mach das wirklich.

Also andere Hilfen sind auch da, Familie, Enkelkinder, Kinder. Alles da. Aber am Ende der Straße bin ich davon überzeugt, dass man es mit sich selber regeln muss. Man muss ´ne Meinung haben.

Man muss lernen, mit sich selber zu sprechen. Man muss nachgucken:

„Warum habe ich gerade diese Aggression oder diese Emotionen, egal welcher Natur?“

Wenn man das nicht macht, ist man ein Blatt im Wind und andere steuern einen irgendwohin.

Das ist mein Ding, wie ich das mache.

Carmen Uth:

Ja, das hast du ganz wunderbar ausgedrückt: Ein Blatt im Wind und gesteuert von anderen. Ja, aber es gehört ja auch Mut dazu, sich zum Erwachsensein zu bekennen und hinzuschauen.

Wie schaffst du das, was hilft dir immer wieder, diese andere Stimme, die bei dir genauso wie bei jedem anderen Menschen auf der Welt ist – wir haben das Engelchen auf der einen und das Teufelchen auf der anderen Schulterseite, beide quaken uns voll und am Ende, ist es, wie wie du´s gesagt hast: Wir treffen die Entscheidung.

Was hilft dir, dich immer wieder fürs Engelchen, sage ich mal, zu entscheiden?

Tomas de Niero:

Nein, das kann man so gar nicht sagen. Ich sag´ ja immer, mein Lebensmotto ist: Es gibt das eine nicht ohne das andere. Das heißt, wenn ich, wenn ich zum positiven Schluss komme, dann ist das sehr schön.

Aber es gibt auch genauso viele Entschlüsse, die negativ sind für irgendjemand anders oder für mich oder für meine Gesundheit. Man hat ja auch Fehlverhalten. Man probiert mal irgend ´ne Zigarette aus, die nicht gesund ist, sondern macht tausend Sachen…

Man trinkt mal ´ne Phase lang Alkohol als junger Mensch, inzwischen trinke ich gar keinen mehr, weil ich denke, dass es Schwachsinn ist, aber damals das Größte überhaupt, um motiviert zu sein und so weiter.

Das heißt wir kommen ja auf die Erde und wissen eigentlich nichts und lernen immer bei unseren Schritten im Leben erst, wie das Leben ist.

Mein Lieblingsbeispiel ist immer heiraten. Ich kannte vor meiner ersten Ehe hunderte Leute, die verheiratet waren. Das hat mir aber überhaupt nicht genutzt. Man kann das beobachten und schön finden oder nicht. Man lernt erst, während man verheiratet ist, was es bedeutet. Und so ist es eigentlich mit allem.

Mein Wunsch an alle Menschen ist, nicht sitzen bleiben, nicht stehen bleiben..

So´n bisschen ruhiger werden, wie es hier in, ich lebe seit 20 Jahren schon hier auf Mallorca, wie es die Spanier sehen … etwas Tranquillo, nicht so hysterisch, auch nicht mit sich selbst. Nimm dir Zeit, denk nach, was du willst. Hör mal zu, was du redest. Vielleicht wolltest du es gar nicht sagen.

Also, diese ganzen Kleinigkeiten summieren sich dann, dass ich sagen muss, es hält sich die Waage. Es gibt genauso viel Mist in meinem Leben und genauso viele Engelchen auf der Schulter. Das ist, das hält sich die Waage.

Carmen Uth:

Finde ich schön. Ja gut, bei mir ist ja das Kernthema der Umgang mit Emotionen. Das hast Du ja vorhin ganz toll auch auf den Punkt gebracht. Du hast auch gesagt, was dir für die Menschen, die uns jetzt zuhören oder uns zuschauen, was dir da wichtig ist.

Gibt´s denn noch etwas, was Du sagst, ja gerade im Umgang mit schwierigen Situationen, mit Konflikten, wenn, wenn man eben so mittendrin ist im Sumpf, sage ich mal, was du den Menschen noch mitgeben kannst auf ihrem Weg? Warum lohnt es sich zu kämpfen?

Tomas de Niero:

Das muss jeder für sich selber entscheiden. Also so, darüber würde ich mich nicht als Richter aufschwingen.

Es gibt Leute, die sicherlich von zu Hause aus ´ne andere Kerbung haben in der Seele haben, die einfach traurig sind, depressiv, was auch immer. Ob das nun genetisch bedingt ist oder wie sie groß geworden sind oder wie sie sich in dieser Welt fühlen.

Ein gutes Beispiel ist mein Bruder Dirk:

Er war Musiker, ein sehr begabter Maler, hat sich aber angefangen zuzusaufen, weil er mir gesagt hat: „Die Erde, so wie sie ist, gefällt mir nicht.“ Ich hab´ da viele Rettungsversuche gemacht, wie jeder in der Familie das macht, wenn jemand alkoholkrank ist. Ich hab´ ihn in die Jellinek-Kliniken gebracht. Es hat alles nichts genützt, weil er festgestellt hat, für sich entschieden, die Welt gefällt ihm einfach nur, wenn er blau ist.

So – dann kann man auch nichts machen. Das ist der Lebensweg von meinem Bruder. Nicht meiner. Ich kann drum rum rennen.

Das ist ähnlich wie bei Kindern.

Man kann Richtungen geben. Man kann steuern, man kann verhindern. Aber am Ende des Tages wird der Mensch da selber irgendwohin laufen…

 – auch bei den eigenen Kindern, wie ich weiß, 3 Stück inzwischen.

Das heißt, es heißt, es ist einfach ´ne Frage, wie jemand grundsätzlich auf die Erde gekommen ist, finde ich. Und dann kommen die Umstände hinzu. Und diesen Mix kann man eigentlich nicht mit einem guten Ratschlag steuern.

Man kann dem nur zurufen: 

Wenn du die Möglichkeit hast, du hast die Wahl, entscheide dich für das Engelchen oder den Abgrund. Dann wähle immer gerne erst das Engelchen und wenn das völlig versagt hat, dann landest du automatisch sowieso bei dem anderen Kollegen. Aber wenn du es nicht versucht hast, bist du verloren.

Das würde ich raten.

Carmen Uth:

Ja. Das war schon ganz toll, was du gesagt hast. Auch dieser Umgang mit deinem Bruder, wirklich auch dieses Lebensverständnis zu haben, auch die innere Größe und Reife zu haben, verstehen zu können, dass letztendlich immer jeder für sich selbst die Entscheidung trifft.

Und natürlich versuchen wir, den Menschen Unterstützung zu geben, insofern sie es überhaupt annehmen wollen. Aber unterm Strich ist auch zu akzeptieren, dass es einfach Menschen gibt, die das nicht möchten und es auch nicht nur zu tolerieren, sondern es auch zu respektieren, weil diese Entscheidungsfreiheit, ja, die darf jeder Mensch haben.

Natürlich muss er dann auch die Konsequenzen tragen. Und natürlich, wenn man da zusieht als Außenstehender, muss man dann auch wieder selbst mit sich arbeiten, um damit klarzukommen, dass der andere eben vielleicht diese Unterstützung, die man so gerne geben würde / möchte, ja, es zu akzeptieren, dass es der andere einfach auch nicht annehmen kann.

Tomas de Niero:

Wenn man jemanden liebt, will man immer helfen.

Das ist so. Nur wenn man ganz ehrlich ist, wenn einem einer irgendwie hinten vorbeigeht, dann kümmert man sich auch nicht so intensiv darum.

Das heißt, es geht immer um die emotionsbeladenen Beziehungen, die man hat und da will man immer eingreifen.

Ich habe aber gelernt, dass die Emotionen, die ich habe, in der Bewertung eines anderen Menschen nicht unbedingt immer konform sein müssen mit dem, was der da gerade denkt und empfindet. Dann darf man nicht ungeduldig werden, als Familie drum rum oder als Freund oder Partner. Man muss akzeptieren.

Und da ist für mich die Toleranz tatsächlich versteckt, nicht nur mit Phrasen und Blasen. Ich muss so tolerant sein und mich zurücknehmen können, wenn ich merke, ich kann das nicht ändern. Ich hab alles gegeben. Ich kann es nicht ändern.

Da muss ich auch nicht beleidigt oder ein schlechtes Gewissen haben, oder beleidigt sein, darüber dass ich´s nicht schaffe. Es ist gut, wenn man´s versucht. Aber es ist Schwachsinn zu glauben, dass man´s immer schafft. Das ist so.

Und deswegen ist das Buch von mir kein Zeigefinger – oder so und so musst du das machen, wenn du krank bist, sondern es ist einfach ganz ehrlich aufgeschrieben, wie ich das gemacht habe. Und vielleicht hilft´s irgendwelchen Leuten. Das würde mich freuen.

Carmen Uth:

Toll! Ja, das ist doch wunderbar. Also – dann drücke ich dir ganz, ganz dolle die Daumen, dass es möglichst viele Menschen lesen, dass sie anfangen, darüber nachzudenken, dass sie, wenn sie irgendwann mal gehen, auch etwas Wertvolles hinterlassen, ihren Körper, ihre Organe.

Und dass sie sich auch Gedanken darüber machen, dass das eigene Lebensende eine Lebensfortsetzung, eine Lebensmöglichkeit für einen anderen Menschen darstellt.

So wie bei dir, der durch die zwei Nierentransplantationen ja wirklich auch noch mal eine schöne Zeit geschenkt bekommen hast.

An dieser Stelle wünsche ich dir ganz, ganz dolle, dass du noch ganz viele Jahre gesund bleibst und die Niere ganz wohl sich bei dir fühlt und auch noch ganz lange bleiben möchte. Und dass du diese Aufgabe, die du dir daraus zur Berufung gemacht hast, dass du die noch ganz lange fortsetzen kannst.

Tomas de Niero:

Das mache ich.

Carmen Uth:

… aufwecken, aufrütteln kannst, dass sie über ihren Körper und ihre wertvollen Organe nachdenken und dass sich vielleicht der eine oder andere auch dazu durchringen können, eine Entscheidung zugunsten derer, die noch weiterleben können, treffen können.

Tomas de Niero:

Vielen Dank. Dankeschön.

Carmen Uth:

Ja, also, dann wünsche ich Dir noch eine weiterhin gute Zeit und für Sie liebe Zuschauer:innen, Zuhörer:innen noch eine gute Zeit. Bleiben Sie gesund, machen Sie’s gut. Das war Ihre Carmen Uth.

Lebensmotto: „Es gibt das eine nicht ohne das andere“
Trotz all seiner zahlreichen Krankheiten sieht Tomas de Niero die vielen Glücksmomente, wie beispielsweise das Gelingen seiner Flucht als 16 ½ Jähriger aus der ehemaligen DDR oder Begegnungen in der Welt wie mit Stevie Wonder, Dustin Hoffman und anderen bekannten Erfolgspersönlichkeiten.

Daraus hat er sein Lebensmotto abgeleitet.

Organspende & Widerspruchsregelung
Aufgrund seiner Erfahrungen rüttelt Tomas de Niero im EmoTalk® wach, wie wichtig Organspenden sind und setzt sich für die Widerspruchsregelung in Deutschland ein.

Auch schließt er sich der Meinung Carmen Uths an, dass im gleichen Maße die Patientenverfügung und Allgemeine Vollmacht wichtige Themen sind, die man für sich klären und lösen sollte, bevor etwas passiert.

Aus seiner Sicht ist die Bereitschaft, seine Organe zu spenden ein Solidaritätsgedanke, der genauso wichtig wie die Herdenimmunität ist.

Tomas de Nieros Drive: ER SELBST!
Durch all seine Erfahrung hat Tomas de Niero keine Angst vor dem Tod, wohl aber Angst davor, fremdbestimmt daliegen zu müssen.

Seine Motivation, sein Drive, all die schweren Situationen zu überleben war: ER SELBST! Denn durch seine DDR-Flucht wurde er mit 16 Jahren abrupt erwachsen.

Kämpfernatur: Ich stelle mich meinen „Dämonen“
Als Kämpfer stellt er sich seinen „Dämonen“ und ist einfach nicht bereit, aufzugeben. Auch wenn seine Familie ein wichtiger Haltepunkt ist, ist er überzeugt davon, dass man seine Themen mit sich selbst regeln muss.

Deshalb stellt er sich auch Fragen wie: „Warum habe ich gerade diese Aggression oder diese Emotionen, egal welcher Natur?“ und sagt: „Wenn man das nicht macht, ist man ein Blatt im Wind und andere steuern einen irgendwohin. Das ist mein Ding, wie ich das mache.“

Umgang mit Menschen in Konfliktsituationen
Sein Wunsch an alle Menschen ist es, nicht sitzen zu bleiben, nicht stehenzubleiben. Ein bisschen ruhiger zu werden, nicht so hysterisch, auch nicht mit sich selbst.

„Nimm Dir Zeit, denk nach, was du willst. Höre mal zu, was du redest. Vielleicht wolltest du es gar nicht sagen …

Kein Mensch auf der Erde wird jemals genau wissen, was der andere empfindet. Vielleicht nur einzelne Teile davon. … Man kann Richtungen geben. Man kann steuern, man kann verhindern, aber am Ende des Tages wird der Mensch, selbst irgendwohin laufen. …

Man kann dem nur zurufen: Wenn du die Möglichkeit und die Wahl hast, entscheide dich für das Engelchen oder den Abgrund. Wähle immer erst das Engelchen und wenn das völlig versagt, hat dann landest du sowieso automatisch bei dem anderen Kollegen. Aber wenn du es nicht versucht hast, bist du verloren. Wenn man jemanden liebt, will man immer helfen.

Umgang mit Emotionen
Ich habe gelernt, dass die Emotionen, die ich habe, in der Bewertung eines anderen Menschen nicht unbedingt immer konform sein müssen mit dem, was er da gerade denkt und empfindet.

Ich muss tolerant sein und mich zurücknehmen können, wenn ich merke, ich kann das nicht ändern. Ich habe alles gegeben. Ich kann es nicht ändern. Da muss ich auch nicht beleidigt sein oder ein schlechtes Gewissen haben, darüber, dass ich es nicht schaffe.

Deswegen ist das Buch von mir kein Zeigefinger, der sagt: ‚So musst du das machen, wenn du krank bist, sondern es ist einfach ganz ehrlich aufgeschrieben, wie ich das gemacht habe‘.“

an Ein herzliches Dankeschön an das

MEDIENBÜRO ELKE KRÜGER

für die Unterstützung, dass dieser wertige EmoTalk® zustande kommen konnte.

Und wie gehen Sie mit Ihren Emotionen um?

Können Sie auch loslassen und das Lebensmotto von Tomas de Niero in aller Konsequenz leben: „Es gibt das eine nicht ohne das andere“? Oder fühlen Sie sich öfter von Ihren Emotionen beherrscht und von Ängsten regelrecht blockiert – besonders jetzt in dieser nicht enden wollenden Corona-Zeit? Dann lade ich Sie herzlich ein, von meinem »Rapid EmoChange© Coaching« zu profitieren. 30 Minuten, die DEN Unterschied machen! – Kostenfrei!!

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Sie kennen sich gut genug, um zu wissen, dass Sie mit einem Profi an Ihrer Hand wesentlich schneller und einfacher zu machbaren Lösungen kommen?

Ihnen ist verständnisvolle, einfühlsame und lösungsbringende Begleitung wichtig.

Dann ergreifen Sie Ihre Chance und bewerben Sie sich jetzt für Ihr Intensiv Training.

oder

Der EmoPower®
Basic Kurs

Sie möchten mit Ihren Emotionen souveräner umgehen und wünschen sich die Macht Ihrer Emotionen nutzen zu können?

Sie sind diszipliniert und trainieren am liebsten in Eigenregie?

Dann ist unsere chancemotion® Academy genau das Richtige für Sie.

Der erste Login - Ihr Startschuss!

Orientieren Sie sich und definieren Sie Ihre Ziele.

Trainieren Sie mit Gleichgesinnten und teilen Sie Ihre Erfolge!

Daraus profitieren Sie:

  • Sie entwickeln agile Machbarkeits-Strategien
  • Sie profitieren enorm von VIP Insider Einblicken
  • Statt gefrustet vom „Nur-noch-funktionieren“ lieber kraftvoll und zufrieden
  • Lernen auf unterschiedlichen Ebenen wirkt nachhaltig
  • Die Qualität Ihrer Zusammenarbeit mit anderen ist Ihr Karriere-Turbo
  • Mit Ihrer eigenen Motivation begeisterst Sie andere
  • Mit Lösungsfokus gelingt Ihnen eine
    Punktlandung
  • Sie steigern Ihre Widerstandsfähigkeit
  • In komplexen Situationen orientieren Sie Sich wesentlich leichter und schneller
  • Sie gewinnen an neuen Optionen

Sie sind sich noch nicht ganz sicher, ob das das Richtige für Sie ist?

Dann testen Sie die chancemotion® Academy doch einfach kostenlos mit unserer 7-Tage Demo! 

Kennenlernen

Erkennen Sie Ihre Chancen und ergreifen Sie sie!

Ganz nach Ihrem Wunsch in einem Präsenz oder Online Meeting mit mir.

Gerne nehme ich mir die Zeit für ein persönliches Gespräch mit Ihnen und freue mich schon auf unser Kennenlernen

chancemotion by Carmen Uth

Was können Sie auf der chancemotion® Academy erwarten?

Erfahren Sie mehr über spannende Themen, die Sie weiterbringen:

Pro Thema erhalten Sie:

  • Trainingsvideo mit Trainingssequenzen aus dem Workbook
  • Workbook-Fragen
  • Begleit-Texte
  • Wichtige Hinweise
  • Motivations-Texte zum Dranbleiben
  • Möglichkeit für Fragen & Feedback
  • Überblick über Ihr nächstes Trainingsthema
  • Anzeige Ihres Trainingsfortschrittes

 

Neben diesem Programm steht Ihnen auch die chancemotion® Online Bibliothek zur Verfügung.

Dort finden Sie wertvolle Büchertipps, Interviews sowie nützliche Link-Tipps.

Das chancemotion® Spektrum bietet Ihnen konkrete, leicht verständliche Praxistools für Themen wie:

 

EMOTIONSMANAGEMENT

  • Wütend auf Druck und Mobbing?
    Wie Sie Wutenergie zielführend einsetzen!
  • Der Angst vor Corona & Co. mutig begegnen und Vertrauen pflegen
  • Statt gefrustet vom „Nur-noch-funktionieren“ lieber kraftvoll und zufrieden

 

EMPATHIE

  • Kein Bock auf zähe Begegnungen und Gespräche? Bedürfnisse erkennen und andere für sich gewinnen
  • Konflikte frühzeitig erspüren, deeskalieren und gemeinsam Ziele erreichen
  • [Alte] Verletzungen durch Vergebung souverän abschließen

 

RESILIENZ

  • Vorrausschauend persönliche Brennpunkte erkennen und Burnout verhindern
  • Autsch! Abgrenzung von emotionalen Schmerzen, ohne Ausgrenzung anderer
  • Von VIPs lernen: Kritik als Chance verstehen und Druck verhindern